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2. Reggio-Pädagogik
Die Reggio-Pädagogik kann als jüngster reformpädagogischer Ansatz bezeichnet werden, nach Montessori-, Waldorf-, Freinet- und der Jenaplan-Pädagogik. Sie hat ähnlich wie die klassischen reformpädagogischen Konzepte weltweit Anerkennung gefunden und prägt in vielen Ländern die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. 1992 hat eine amerikanische Expertengruppe die Reggio-Pädagogik als besten elementarpädagogischen Ansatz ausgezeichnet.
Entstanden ist dieser Ansatz während der 60er Jahre in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia in Zusammenhang mit der Entwicklung einer gemeinsamen Konzeption für die damals z. T. neu entstehenden kommunalen Einrichtungen.
Kernstück der Reggio-Pädagogik ist das Bild von einem forschenden, mit wachen Sinnen seine Umwelt wahrnehmenden Kind, das "Konstrukteur" seiner eigenen Entwicklung ist. Im Spiel und in kleinen wie großen Projekten entfaltet das Kind seine Kompetenzen. Die Erzieherin ist mit-forschende Begleiterin der Kinder, sie beobachtet sie, dokumentiert mit ihnen ihre Handlungen, gibt den Kindern Impulse zur Weiterführung ihrer Entdeckungen und kooperiert mit den Eltern. Der Innen- und Außenraum in der Kita gilt als "3.Erzieher", er gibt den Kindern Geborgenheit und zugleich Herausforderung.
1995 wurde Dialog Reggio – Verein zur Förderung der Reggio – Pädagogik in Deutschland e.V. gegründet (www.dialog-reggio.de). Ich gehöre zu den Vereinsgründern und bin von Anfang an Vorstandsmitglied. 2010 wurde ich als Vorsitzender wiedergewählt.
2007 erschien mein mit Gislinde Düx und Daniela Schlüter verfasstes „Handbuch Pädagogische Ansätze“ (Cornelsen Verlag), in dem die Reggio-Pädagogik eine zentrale Stellung einnimmt. Ich halte Vorträge zum Thema und biete Fortbildungsveranstaltungen an (Schwerpunkte sind dabei: Raumgestaltung, Projektarbeit, Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren, Erzieherinnenrolle). Ebenso wichtig ist meine Rolle als Team- und Trägerberater in Coaching-Prozessen und als Veranstalter von Studienreisen.
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